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------------------------- GRUPPE: de.sci.mathematik FROM : Ulrich D i e zDATE : Fri, 17 Apr 2026 00:11:52 +0200 TEMA : Re: Dreiecke mal etwas anders --------------------------------------------- Me schrieb: > Hallo, > > dass 2 Dreiecksseiten zusammen jeweils länger sein müssen ist ja bekannt; > > a + b > c > a + c > b > b + c > a > > nun habe ich aber von einem Dreieck folgendes > > den Umfang u, > den Flächeninhalt A, > und den Radius vom Umkreis R > > damit kann man z.B. folgendes Gleichungssystem ansetzen > > I: a + b + c = u > II: sqrt( s (s - a)(s - b)(s - c) ) = A mit 2s = u > III: abc / R = 4A > > mit den 3 gegebenen Werten A, R und u > sind die Dreiecksseiten nur insofern bestimmt als es zyklische Lösungen gibt > > durch Umformungen bekommt man nun Werte für > > a + b + c = 2s = u > ab + ac + bc = 4AR/s^3 + A^2/s^4 + s^2 > abc = 4AR > > damit kann man doch in eine kubische Gleichung gehen > > t^3 - 2s t^2 + (4AR/s^3 + A^2/s^4 + s^2) t - 4AR = 0 Du meinst, wenn du a, b und c hast, dann damit eine nach t aufzulösende Gleichung (t - a) · (t - b) · (t - c) = 0; a > 0; b > 0; c > 0, basteln, die wahr ist, wenn mindestens ein Faktor des Produktes 0 ergibt, sodas die Lösungsmenge, die die Werte für t angibt, für die diese Gleichung eine wahre Aussage darstellt, nur die Seitenlängen a, b und c enthält? Da komme ich aber auf etwas anderes als du: t³ - 2st² + (4AR/s + A²/s² + s²)t - 4AR = 0 Statt 4AR/s³ muss es 4AR/s heißen. Statt A²/s⁴ muss es A²/s² heißen. (t - a) · (t - b) · (t - c) = 0; a > 0; b > 0; c > 0 ⇔ t³ - (a + b + c)·t² + (ab + bc + ac)·t - abc = 0; a > 0; b > 0; c > 0. Ich ackere mal Dein Gleichungssystem durch: I: a + b + c = u II: sqrt( s (s - a)(s - b)(s - c) ) = A mit 2s = u III: abc / R = 4A bedeutet: [ a + b + c = u ] ∧ [ [ sqrt( s · (s - a) · (s - b) · (s - c) ) = A ] ∧ [ 2s = u ] ] ∧ [ abc / R = 4A] ⇔ [ a + b + c = u ] ∧ [ sqrt( s · (s - a) · (s - b) · (s - c) ) = A ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc / R = 4A] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ sqrt( s · (s - a) · (s - b) · (s - c) ) = A ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc / R = 4A ] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ sqrt( s · (s - a) · (s - b) · (s - c) ) = A ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇒ (nicht "⇔", denn Quadrieren ist keine Äquivalenzumformung !!!) [ a + b + c = 2s ] ∧ [ s · (s - a) · (s - b) · (s - c) = A² ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ s · (s - a) · (s² - cs - bs + bc) = A² ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ s · (s³ - cs² - bs² + bcs - as² + acs + abs - abc) = A² ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ s · (s³ - (a + b + c)·s² + (ab + bc + ac)·s - abc) = A² ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ s · (s³ - (2s)·s² + (ab + bc + ac)·s - 4AR) = A² ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ s · (-s³ + (ab + bc + ac)·s - 4AR) = A² ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ -s⁴ + (ab + bc + ac)·s² - 4ARs = A² ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇔ [ a + b + c = 2s ] ∧ [ (ab + bc + ac)·s² = 4ARs + A² + s⁴ ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] ⇒ (nicht "⇔", denn [ s ≠ 0 ] ist eine zusätzliche Annahme/Bedingung!!!) [ s ≠ 0 ] [ a + b + c = 2s ] ∧ [ ab + bc + ac = 4AR/s + A²/s² + s² ] ∧ [ 2s = u ] ∧ [ abc = 4AR ] Beim Umformen habe ich zum einen die Heron-Formel quadriert und zum anderen im letzten Schritt angenommen, dass ein Fall vorliege, bei dem u ≠ 0 sei. Beides sind keine Äquivalenzumformungen! Wenn ich die Teilbedingungen [ a + b + c = 2s ] und [ ab + bc + ac = 4AR/s + A²/s² + s² ] und [ abc = 4AR ], die aus deinem ursprünglichen Gleichungssystem folgen, die Teilbedingung [ ab + bc + ac = 4AR/s + A²/s² + s² ] allerdings nur unter der Zusatzannahme, dass s ≠ 0, in die Gleichung (t - a) · (t - b) · (t - c) = 0; a > 0; b > 0; c > 0 ⇔ t³ - (a + b + c)·t² + (ab + bc + ac)·t - abc = 0; a > 0; b > 0; c > 0 einsetze, dann erhalte ich: t³ - 2st² + (4AR/s + A²/s² + s²)t - 4AR = 0. Hierbei ist aber nicht gesagt, dass t³ - 2st² + (4AR/s³ + A²/s² + s^²)t - 4AR = 0 äquivalent sei zu t³ - (a+b+c)·t² + (ab+bc+ca)·t - abc = 0; a > 0; b > 0; c > 0 , sondern nur, dass t³ - 2st² + (4AR/s³ + A²/s² + s^²)t - 4AR = 0 unter der Zusatzannahme, dass s ≠ 0, aus t³ - (a + b + c)·t² + (ab + bc + ac)·t - abc = 0; a > 0; b > 0; c > 0 folgt. Mit a > 0; b > 0; c > 0 und a + b + c = 2s ist diese Zusatzannahme gegeben, was bedeutet, dass in diesem Fall t³ - 2st² + (4AR/s³ + A²/s² + s^²)t - 4AR = 0 aus t³ - (a + b + c)·t² + (ab + bc + ac)·t - abc = 0; a > 0; b > 0; c > 0 folgt, womit aber nicht gesagt ist, dass die Gleichungen äquivalent seien. > die Gretchenfrage: > gilt hier, dass diese kubische Gleichung nur 1 Lsg. in IR hat, genau > dann wenn, die Werte f. A, R und u kein Dreieck ergeben? Geht es dir um die Mächtigkeit der Menge der in ℝ liegenden Lösungen der Gleichung? Geht es dir um reelle (evtl. mehrfache) Nullstellen des Polynoms? Ich nehme an, da die in Abhängigkeit von t und dem halbem Dreiecksumfang und der Dreiecksfläche und dem Dreiecksumkreisradius gegebene kubische Gleichung zur in Abhängigkeit von t und den Seitenlängen a, b und c gegebenen kubischen Gleichung nicht äquivalent ist, sondern nur aus ihr folgt, ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch die Frage interessant, ob es Fälle gibt, in denen die in Abhängigkeit von t und dem halbem Dreiecksumfang und der Dreiecksfläche und dem Dreiecksumkreisradius gegebene kubische Gleichung wahr ist, während die kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und den Seitenlängen a, b und c, aus der sie für in ℝ⁺ liegende Werte von a, b und c folgt, - falsch ist. - wahr ist, aber durch in ℝ liegende Werte für a, b oder c erfüllt wird, die in der Kombination oder für sich genommen nicht Werte von Seitenlängen von Dreiecken sein können. Sofern es dir um die Mächtigkeit der Menge der in ℝ liegenden Lösungen der Gleichung geht: Wenn man ein Dreieck mit durch die Bezeichner a, b, c identifizierten Seiten hat, sodass in der kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und den Seitenlängen a, b und c die Werte für a, b und c vorgegeben sind und damit in der aus ihr folgenden kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und halbem Dreiecksumfang und Dreiecksfläche und Dreiecksumkreisradius die Werte für den halben Dreiecksumfang und die Dreiecksfläche und den Dreiecksumkreisradius vorgegeben sind, und hierbei - das Dreieck nicht gleichschenklig ist, sodass es drei verschiedene Werte für dessen Seitenlängen gibt, dann gibt es nur drei in ℝ liegende Werte für t, mit denen die kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und den Seitenlängen a, b und c eine wahre Aussage darstellt und mindestens drei in ℝ liegende Werte für t, mit denen die kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und dem halbem Dreiecksumfang und der Dreiecksfläche und dem Dreiecksumkreisradius eine wahre Aussage darstellt. - das Dreieck gleichschenklig aber nicht gleichseitig ist, dann gibt es nur zwei in ℝ liegende Werte für t, mit denen die kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und den Seitenlängen a, b und c eine wahre Aussage darstellt und mindestens zwei in ℝ liegende Werte für t, mit denen die kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und dem halbem Dreiecksumfang und der Dreiecksfläche und dem Dreiecksumkreisradius eine wahre Aussage darstellt. - das Dreieck gleichseitig ist, dann gibt es nur einen in ℝ liegenden Wert für t, mit dem die kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und den Seitenlängen a, b und c eine wahre Aussage darstellt und mindestens einen in ℝ liegenden Wert für t, mit dem die kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und dem halbem Dreiecksumfang und der Dreiecksfläche und dem Dreiecksumkreisradius eine wahre Aussage darstellt. Wenn es hier Unterfälle gibt, bei denen die kubische Gleichung in Abhängigkeit von t und dem halbem Dreiecksumfang und der Dreiecksfläche und dem Dreiecksumkreisradius für nur einen in ℝ liegenden Wert für t eine wahre Aussage darstellt, dann ist die Annahme, dass "diese kubische Gleichung nur 1 Lsg. in IR hat, genau dann wenn, die Werte f. A, R und u kein Dreieck ergeben", nicht haltbar. Im Moment habe ich aber zu große Schmerzen, um hier weiterdenken zu können. Mit freundlichem Gruß Ulrich head: